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| Einheit der Religionen | Einheit der Botschaft | Allumfassender Lebensweg |
| Vollständiges Rechtssystem | Die Familie | Die Vernunft |
| Islam und Wissenschaft | Ziele des Islam | Pflichten des Muslims |
Im Namen Allah's, des Allerbarmers, des Barmherzigen.
Das Gottesbild
Der Islam verkündet die reinste Form des Monotheismus. Allah ist der EINE Gott. Er ist
unteilbar und Er hat niemanden neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist Ihm
ähnlich. Nichts geschieht ohne seinen Willen. Er ist der Erste, der Letzte,
der Ewige, der Unendliche, der Allmächtige, der Allwissende. Er ist der Schöpfer und
Erhalter aller Dinge. Er ist der Gerechte,
der Allerbarmer, der Gnädige, der Liebende, der Gütige, der Erhabene, der Preiswürdige
und der Wahrhaftige.
Der Islam betont den einheitlichen Ursprung aller monotheistischen Religionen. Alle Propheten, von Adam über Abraham, von Moses über Jesus bis hin zu Muhammad (sav) sind Propheten des EINEN Schöpfers. Gemeinsame Botschaft war immer die Verkündung der EINHEIT Gottes. Der Muslim glaubt deshalb an alle bekannten und unbekannten Propheten und ehrt sie.
Die Propheten des EINEN Gottes erschienen im Verlauf der Geschichte in jedem Land und bei jeder Gemeinschaft und überbrachten den Menschen Beweise der Existenz des EINEN. Die endgültig letzte göttliche Offenbarung wurde durch den Propheten Muhammad (sav) überbracht. Sie berichtigt und ergänzt alle inzwischen durch menschliche Eingriffe in die Quelltexte veränderten Botschaften. Dass diese letzte Botschaft wiederum selbst nicht verfälscht wurde, zeigen Untersuchungen von Tausenden Quran-Büchern weltweit. Seit Beginn der Offenbarung des Quran ist der Ur-Text unverändert erhalten.
Dem menschlichen Geist sind trotz seiner großen intellektuellen Fähigkeiten bestimmte Grenzen gesetzt, die er weder mit den exakten noch mit empirischen Wissenschaften überschreiten kann. Antworten zu den Fragen "Woher kommen wir, wohin gehen wir, was ist der Sinn unserer Existenz?" können nur die Offenbarungen des Schöpfers geben, und damit als letzte Offenbarung in dieser Reihe der Quran.
Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Schöpfung, incl. der Menschen. Er lehrt,
dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw. niemals ein Grund für
Überlegenheitensansprüche einer Gruppe gegenüber einer anderen bilden können. Die
einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt sich nach ihren Taten im
Sinne des "Kategorischen Imperativs" von Immanuel Kant, den der Prophet Muhammad (sav) schon vor 1450 Jahren formulierte.
Er lautet:
"Handle so, wie Du willst, dass man Dir gegenüber handeln möge." Der
Kategorische Imperativ ist also ein Gebot zu sittlich-moralischem Handeln, und damit
Grundlage jeder Offenbarung. Dabei gilt: Diese Tugend-Handlungen müssen im gesamten
Lebensbereich gezeigt werden und nicht nur beim Gottesdienst. Das ist der Grund, weshalb
der Islam keine Trennung von Religion und Gesellschaft kennt. Tugend darf nicht hinter
Gemäuern verschwinden, und Tugend ist nicht nur an bestimmten Tageszeiten oder Orten
gefordert.
Der Islam ist also eine Lebensart, eine Lebensphilosophie, ein Lebensideal. Er ist keine bloße Religion. Islam erstreckt sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins. Muslime und Musliminnen tun Gutes nicht nur in der Moschee, sondern zu jedem Zeitpunkt und an jedem Ort in ihrem Leben. Es bedarf keiner Vermittlung von Seiten einer religiösen Hierarchie, um Gott zu erkennen und seinen Willen zu erforschen. Das würde die direkte Verbindung zu Gott einschränken und die einzige Loyalität zum Schöpfer schwächen. Hierarchien können Unrecht als legitim darstellen und die Menschen verführen, doch ALLAH legitimiert niemals Unrecht. Also ist nur die direkte Verbindung zum Schöpfer Garant für unbeeinflusste Erforschung des Willen des Schöpfers.
Der Islam gibt der Menschheit mit dem Kategorischen Imperativ und den
niedergeschriebenen Taten und Aussagen des Propheten eine funktionsfähige Anleitung zur
Erreichung eines sittlich-moralischen Lebenswandels. Wichtig: Die Gesetzgebung im
Islamischen Staat muss diesem Ideal folgen, ansonsten verliert es seine göttliche
Legitimität. Deshalb kann heutzutage kein Staat den Titel "Islamisch"
beanspruchen, wenn man die Beurteilung anhand der quranischen Prinzipien trifft.
D.h.:
Ob ein Muslim oder eine Muslimin in der Moschee betet, auf dem Markt Waren verkauft,
Staatsgeschäfte leitet, zu Gericht sitzt oder im Kreise der Familie ist: immer wird die
Handlungsweise von dem einen, ewigen und immergültigen Gesetz Gottes bestimmt. Die
Quellen dieses Gesetzes sind der Quran und die überlieferte Lebensweise des Propheten Muhammad (sav).
Im Rahmen dieses Handlungs- und Gesetzgebungs-Prinzips hat die muslimische Gemeinschaft zu
jeder Zeit und an jedem Ort einen breiten Spielraum für Interpretationen des Quran und
für Rechts-Neuschöpfungen.
Der Islam misst der Familie innerhalb seines Sozialsystems die weitaus größte
Bedeutung bei. Im Verhältnis zwischen Mann und Frau ist die Ehe die einzige legale Form
des Zusammenlebens. Jeden intimen außerehelichen Verkehr zwischen den Geschlechtern lehnt
der Islam ab. Dies gilt also für Männer ebenso wie für Frauen! Mann und Frau
vervollkommnen sich gegenseitig, um in der Ehe einen gemeinsamen Beitrag zum Aufbau einer
sozialen und gerechten Gesellschaft zu bringen.
Eine Ehe im islamischen Verständnis ist also eine Partnerschaft und keine Beziehung
zwischen Herrscher und Beherrschtem. Deshalb ist der schriftliche Ehevertrag schon immer
stark empfohlene Praxis in muslimisch geprägten Ländern.
Der Islam betrachtet die Vernunft als eine Gabe Gottes. Erst die Vernunftfähigkeit schafft die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott. Die Ratio ist der Führer des Muslim in allen Lebenssituationen. Nur mit ihrer Hilfe kann ein Muslim Richtig und Falsch (=Gut und Böse) unterscheiden.
Der Islam macht das Streben nach Wissen zur Pflicht eines jeden Muslims und jeder Muslimin. Das Streben nach Wissen ist im islamischen Verständnis ein Gottesdienst. In vielen Suren des Quran fordert der Quran den Menschen dazu auf, die Natur zu erforschen. Die unendliche Vielfalt der Schöpfung kann nur die Existenz eines Schöpfers und seine Allmacht beweisen.
Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern richtet sein Augenmerk in gleichem Maße auch auf das diesseitige Leben. Sittliche Vollkommenheit, sozialer Fortschritt, wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren menschlichen Glücks in diesem Leben zu verwirklichen sucht.
Bekanntlich gibt es im Islam 5 fundamentale Pflichten. Diese sind:
Es ist wichtig zu wissen, dass sich die konkreten Formen der Ausübung der Pflichten eines Muslims, außer dem Glaubensbekenntnis, an der individuellen Situation des Gläubigen ausrichtet. Beispiele:
Es entfällt die Pflicht zur Pilgerfahrt nach Mekka, wenn man aus finanziellen, gesundheitlichen, o.ä. Gründen nicht dazu in der Lage ist. Hat man kein Vermögen, das über dem Lebensminimum hinausgeht, bezahlt man/Frau auch keine Zakat. Fasten ist nur für gesunde Erwachsene verpflichtend. Das Gebet kann auch im Sitzen, Liegen oder sogar rein geistig verrichtet werden, wenn dies gesundheitlich geboten ist.
Die Erlaubnis für Erleichterungen bei allen Pflichten haben die Muslime direkt von ALLAH erhalten. Denn er sagt im Quran, dass er seinen Gläubigen den Islam (=Anerkennung des Willens Gottes und das Bemühen, diesen Willen bestmöglich umzusetzen) leicht machen wolle und nicht schwer. Und der Prophet (sav) hat diejenigen verdammt, die die Gläubigen z.B. mit überlangen Gemeinschaftsgebeten von wichtigen Dingen abhalten oder kranke Menschen dadurch übermäßig belasten.
Detaillierte
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