Kuriositäten vom November 1997
Ein gutes Rezept gegen nächtliche Geister hat der ehemalige sephardische
Oberrabiner Israels, Ovadja Josef, seinen Schülern bei einer Talmudlektion erklärt: Man
rufe laut "Kikeriki",und der Geist glaube, daß der Morgen gekommen sei, und
verschwinde.Der Rabbiner, geistiger Führer der Schas-Partei, hat auch in der
Vergangenheit wiederholt durch außergewöhnliche "Lehren"Aufmerksamkeit erregt.
(Den Kommentar überlasse ich dem Leser, M.K.)
Quelle: Die Welt, 04.11.1997
Kuriositäten vom Dezember 1997
Sein "Verantwortungsbewußtsein" wollte ein Mainzer Autofahrer demonstrieren,
indem er nach einer ausgdehnten Zechtour mit 3,2Promille Alkohol im Blut seine
Autoschlüssel einem Bekannten mit der Bitte überreichte, ihn nach Hause zu fahren. Die
Fahrt endete auf einer Verkehrsinsel. Auch derBekannte hatte 2,5 Promille.
Quelle: Die Welt, 09.12.1997
Der sauberkeitsbewußte Franzose Jacques Robaey hat eine Toilette erfunden, die erst
nach gründlichem Händewaschen den Weg nach draußen wieder freigibt. Die Toilette
"Ten Plus" (Zehn Plus) öffnet sich erst, wenn im Waschbecken mindestens 10
Sekunden lang das Wasser lief. Eine Ünerwachungskamera registriert außerdem, ob auch
wirklich die Hände gewaschen wurden. Erst dann wird die Türe entsperrt.
Quelle: Die Welt, 31.12.1997
Kuriositäten vom Januar 1998
Nasebohren ist am Sabbat verboten
Rabbi Ovadia Josef , der geistige Mentor der einflußreichen Schas-Partei in Israel,
hat in einem Erlaß das Nasebohren am heiligen jüdischen Sabbat verboten. Josefs
Entscheid war in einer Predigt von ihm enthalten, die Samstag abend (10.01.1998) in Israel
und der jüdischen Welt über Satellit verbreitet wurde. Nach Aussage des Rabbi könnten
durch das Nasebohren versehentlich dünne Haare aus den Naselöchern herausgerissen
werden. Dadurch würde gegen das Sabbat-Verbot verstoßen,sich in irgendeiner Weise die
Haare zu schneiden.
Quelle: Die Welt, 12.01.1998
Die chilenische Frau eines behinderten Ingenieurs hat sich öffentlichbei den
Unbekannten bedankt, die kurz vor Weihnachten ihr Auto ausgeraubt hatten. Er zeuge von
edler Gesinnung, daß die Täter ihres Mannes Rollstuhl zurückgaben, der sich in dem
Wagen befand, sagte Vicctoria Uretaam Samstag in Santiago. Den Rollstuhl hatte sie eines
Morgens im Gartengefunden, zusammen mit einem Schreiben: "Entschuldigen Sie, liebe
Frau. Ich wußte nicht, daß es ein Rollstuhl war. Hoffentlich verstehen Sieuns, das Leben
ist halt schwer. Möge der Herr uns vergeben". Offenbar hatten sich die Täter unter
dem Eindruck des empörten Medienechos auf die Entwendung des Rollstuhls eines Besseren
besonnen.
Quelle: Die Welt, 12.01.1998
Die Speicherkapazität des Bordcomputers der amerikanischen Apollo-Mondlandefähren
betrug 30 Kilobyte (30 x 210 Byte).
(Moderne Mikrocomputer verfügen heute über 2 - 4 Gigabyte, 1 GB = 230 Byte,
Muammer Keskin)
Quelle: Die Welt, 16.01.1998
Der für staatliche Grundschulen zuständige britischeStaatsminister Stephen Byers ist
bei einem Einmaleins-Test durchgefallen. Im Radiosender BBC behauptete der 44jährige, 8
mal 7 sei 54. Die Rechenaufgabe hatte ihm die Moderatorin am Ende eines Interviews
gestellt. Byers hatte darin seine Pläne erläutert, das Kopfrechnen in den Grundschulen
wieder inden Vordergrund zu stellen und Taschenrechner aus den unteren Schulklassen
zuverbannen.
Quelle: Die Welt, 23.01.1998
Ein Rabbi auf "Erziehungsmission"
Studenten eines jüdischen Seminars haben laut einem Zeitungsbericht die Entlassung
ihres Rabbiners gefordert. Der Grund: Der Geistliche habe sich, als Cowboy verkleidet, in
einer Nachtbar vergnügt. Ein Besucher habe den Rabbiner erkannt und fotografiert,
berichtete gestern (29.1.98) das israelische Massenblatt "Yedioth Aharonoth".
Das Seminarkollegium habe erklärt, der Geistliche sei auf "Erziehungsmission"
in der Bar gewesen. Er habe unter Mißachtung all seiner Empfindungen "diesen
verruchten Ort" besucht, um festzustellen, ob seine Studenten die Bar frequentieren.
Quelle: Die Welt, 30.01.1998
Kuriositäten vom Februar 1998
An diesem Wochende (08/09.2.98) hat sich in einem Gasthof bei Kopenhagen der "Club
der Freßsäcke" getroffen. Jeder von ihnen bekam ein 650 DM teures 33-Gänge-Menü,
das insgesamt 6,5 kg wog. Sieger wurde derjenige, der am wenigsten übrigließ.
Quelle: Die Welt, 10.02.1998
Rund ein Viertel der Weltbevölkerung zählt nach Angaben der Vereinten Nationen
mittlerweile zu den Armen, die mit einem US-Dollar oder weniger pro Tag auskommen müssen.
Quelle: Die Welt, 10.02.1998
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Und nochmal
Sêgolene Royal, französiche Schulministerin, hat sich bei zwei Rechtschreibfehlern
erwischen lassen. Die Zeitung "Le Figaro" veröffentlichte gestern (10.2.98)
einen Brief von sieben Zeilen, in dem sich die Ministerin zweimal irrte: Bei einem Wort
fehlt am Ende das e für die weibliche Form, beim anderen das s für Mehrzahl. Das
Schreiben mit dem Briefkopf des Schulministeriums wurde von der Ministerin unterschrieben
Quelle: Die Welt, 11.02.1998
Ein 54jähriger Lübecker, ein polizeibekannter Einbrecher, raubte in der Innenstadt
eine Wohnung aus und stieg in ein Taxi - in das falsche: Der Fahrer erkannte seine
(eigene, M.K.) Jacke wieder, die der Fahrgast zusammen mit anderen Kleidungsstücken und
einem Videorecorder kurz zuvor aus seiner Wohnung hatte mitgehen lassen. Eine Funkstreife
nahm den Dieb fest.
Quelle: Die Welt, 14/15.02.1998
Der 24jährige US-Amerikaner Douglas Miller hat seinen Computer erschossen. Nach
Angaben der Polizei in Clifton im Bundesstaat Colorado war er so sehr in das Computerspiel
"Tomb Raider" vertieft, daß er mit einer Schrotflinte auf den Monitor feuerte.
Quelle: Die Welt, 19.02.1998
Ehrlichkeit gilt auch für das stille Örtchen
Ein "Echtholz"-Klodeckel muß aus echtem Holz bestehen. Das Landgericht
Nürnberg untersagte einem Sanitärhersteller, einen aus einer "Mitteldichten
Faserplatte" hergestellten Toilettensitz in seiner Werbung als
"Echtholz-WC-Brille MDF" anzupreisen. Der Begriff "Echtholz" weise auf
Holz in seiner usprünglichen Form hin. Darauf müsse sich der Kunde verlassen können.
Quelle: Die Welt, 19.02.1998
Der Brite Salah Sid (47) spielt seit Jahren mit der gleichen Zahlenkombination Lotto.
Zum Valentinstag wollte er bei seinem Gang zur Annahmestelle seiner Frau unbedingt etwas
besonderes tun: Er kaufte ihr einen Kartengruß. Doch dann reichte das Geld nicht mehr
für den Lottotip - und am Abend wurden "seine" Zahlen gezogen: 8, 13, 14, 17,
20 und 28. Im Jackpot lagen 39 Millionen Mark.
Quelle: Die Welt, 19.02.1998
Handfester Streit um milde Gaben
Zu drastischen Mitteln hat ein buddgistischer Mönch in Hongkong gegriffen, um sich
gegen einen konkurrierenden Bettler durchzusetzten. Der 30 Jahre alte Mönch, der vor
einem Tempel auf reichliche Gaben hoffte, rückte dem anderen Bedürftigen bei einem
Streit mit Kung-Fu zu Leibe, wie die Polizei am Mittwoch (04.2.98) mitteilte. Dabei traf
der aus China stammende buddhistische Geistliche sein behindertes Gegenüber ins Auge.
Dieser mußte im Krankenhaus behandelt werden. Der Mönch wurde verhaftet, aber gegen eine
Geldestrafe später wieder entlassen.
Quelle: Die Welt, 05.02.1998
Nur die Frau ist am Ende nicht entehrt
In Israel hat ein Rabbinergericht die Scheidung eines orthodoxen Ehepaares angeordnet,
nachdem die Frau vergewaltigt worden war. Dadurch habe si die Ehre ihres Mannes
beschmutzt, und dieser müsse sich von ihr trennen. Nach traditionellem jüdischen Recht
entehrt eine verheiratete Frau ihren Mann, wenn sie ihm von einer Vergewaltigung
berichtet.
Quelle: Die Welt, 29.02.1998
Kuriositäten vom März 1998
Vietnamesen aßen zu viele Katzen
Um der schlimmsten Rattenplage seit Jahren Herr zu werden, haben die Behörden in
Vietnam damit begonnen, zum Schutz der Reisfelder Schlangen und Wildkatzen auszusetzen.
Als Hauptursache der Rattenplage gilt die wachsende Vorliebe der Vietnamesen für
Katzenfleisch. Dadurch wurden den Nagern ihre natürlichen Feinde weggefressen.
Quelle: Die Welt, 05.03.1998
Frau wollte Zahnarzt mitleiden lassen
Eine unzufriedene Patientin hat im hessischen Friedrichsdorf ihrem Zahnarzt einen
Schneidezahn ausgeschlagen. Während einer Behandlung schlug sie ihm ohne Vorwarnung mit
der Faust auf den Mund. Den Polizeibeamten sagte die Frau, sie wollte den Zahnarzt an
ihren Zahnschmerzen teilhaben lassen. Die rabiate Patientin war die letzte, die der Arzt
im Rahmen einer Urlaubsvertretung behandelt hatte.
Quelle: Die Welt, 09.03.1998
Kuriositäten vom April 1998
Ein neues Mittel zur moralischen Zerrüttung der Palästinenser glauben drei orthodoxe
Rabbiner in Israel entdeckt zu haben. Ovadia Jossef, Jizchak Kaduri und Joram Abergil
riefen die Gläubigen auf, ihre Fernsehgeräte an Araber zu verkaufen. Diese seien dann
den verderblichen "Höllenmaschinen" ausgesetzt, schrieben die Geistlichen in
einem offenen Brief.
Quelle: Die Welt, 06.04.1998
Jaja, manche werden es wohl nie lernen, M.K.
Quentin Hayes, britischer Opernsänger, mußte in Birmingham um sein Leben singen. Zwei
schwarze Männer drängten den Musiker gegen eine Wand, weil sie ihn für einen
Rechtsradikalen hielten. Hayes trug für die Proben sein Kostüm - schwere schwarze
Stiefel, Jeans und ein T-Shirt mit der britischen Flagge - und hatte die Oper kurz
verlassen, um zu telefonieren. Die Männer glaubten dem Sänger erst, nachdem er eine Arie
aus Rossinis 'Barbier von Sevilla' überzeugend geschmettert hatte.
Quelle: Die Welt, 07.04.1998
Panne für Bill Gates: "Windows 98" stürzt bei Präsentation ab
Vor etwa 4000 Computer-Experten hat Microsoft-Chef Bill Gates erleben müssen, was für
Millionen von PC-Besitzern zum leidvollen Alltag gehört. Bei der Eröffnung der
Frühjahrs-Comdex, einer großen amerikanischen Computermesse in Chicago, stürzte dem
Chef des Software-Giganten der Windows-PC ab. Gates hatte die Vorzüge des neuen
Betriebssystems Windows 98 vorführen wollen. Bei öffentlichen Veranstaltungen
demonstriert Gates gern die Stabilität seiner Software, indem er an den angeschalteten
Computer eine Vielzahl von Peripherie-Geräten (Lautsprecher, Tastatur, Kameras, Scanner)
anschließt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, wurde dem reichsten Mann der
Welt in Chicago nun ein Scanner zum Verhängnis. Nachdem Gates und ein
Microsoft-Mitarbeiter das Gerät mit dem PC verbunden hatten, brach der Computer zusammen.
Quelle: Die Welt, 21.04.1998
Kuriositäten vom Mai 1998
Papagei "Sam" aus Pensylwania wurde kürzlich von der Wehrkommission dazu
aufgefordert, sich zur Muesterung zu melden. Seine Besitzerin Sharon Garmize vermutet,
daß Sam veon einem Spaßvogel auf eine Adressenliste ihrer Gemeinde gesetzt wurde. Der
Vogel bekam außerdem Angebote für eine Kredirkarte, einen Leihsmoking und einen
Austausch-Studienplatz zugestellt.
Quelle: Die Welt, 21.05.1998
Am Samstag wurde der ehemalige niedersächsische Finanzminister Hinrich Swieter mit
2,25 Promille am Steuer erwischt. Der 58jährige SPD'ler und Landrat im ostfriesischen
Aurich hätte gestern morgen als Schirmherr die dortige Verkehrssicherheitswoche eröffnen
sollen. Er sagte ab.
Quelle: Die Welt, 27.05.1998
Kuriositäten vom Juni 1998
Die Neuheit kommt genau zur richtigen Zeit auf den markt: eine TV-Fernbedienung,
kombiniert mit einem Flaschenöffner. Gut eine Woche vor Beginn der Fußball-WM wird das
30 DM teure Gerät in vielen deutschen Kaufhäusern angeboten.
Quelle: Die Welt, 06.06.1998
Der Erfolg wird bestimmt nicht auf sich warten, M.K.
Offene Männerhose ließ drei Frauen kalt
Den Anblick einer offenen Männerhose nahmen drei Frauen in Fürth gelassen. Statt
erschrecktt davonzulaufen, verfolgten sie den 31 alten..., berichtete die Polizei. Dieser
hatte wegen seiner herabgelassenen Hose bei der Flucht. Nach kurzer Verfolgung wurde er
gestellt. Bei dem Trio handelte es sich um Polizistinnen.
Quelle: Die Welt, 16.06.1998
Idiot, M.K.