

PROPHET MOHAMMED (sas)
(arabisch Muhammad), eigentlich Abul Kasim Muhammad bin 'Abdallah bin 'Abd
il-Muttalib, (um 571 bis 632 n.Chr.), hat einer göttlichen Berufung folgend den Islam
verkündigt. Aus der religiösen Sicht der Muslime ist der Islam der reine, unverfälschte
Monotheismus, den Allah (Gott) der Menschheit seit der Schöpfung verkündete und der
bereits durch viele andere Propheten vor Prophet Mohammed offenbart wurde.
Prophet Mohammeds Leben ist in den arabischen Schriften muslimischer Gelehrter detailliert
überliefert.
Die frühesten der heute bekannten Werke wurden etwa 100 Jahre nach Prophet Mohammeds
Abberufung (632) verfaßt.
Der erste erhaltene Bericht über sein Leben stammt von Ibn Ishaq (gestorben 768).
Der Prophet Muhammad (sav) wurde vom Waisenknaben, der seinen Vater schon vor der Geburt und die Mutter im Alter von 5 Jahren verlor, zur stärksten Kraft, die es je in der Geschichte zur moralischen, geistigen und gesellschaftlichen Wiederbelebung der tiefgesunkenen Menschheit gegeben hat. Als er noch ein junger Mann war, war er bereits für seine Reinheit und Aufrichtigkeit bekannt und erhielt von den Ungläubigen den ehrenden Beinamen "Al-Amin", der Vertrauenswürdige und Rechtschaffende. Nachdem er den Aufruf zum Prophetentum erhalten hatte, waren er und eine und kleine Schar seiner Anhänger 13 Jahre lang den ärgsten Verfolgungen, der Ächtung, Folter und dem gesellschaftlichen Boykott ausgesetzt. Schließlich mußte er mit den Seinen aus Mekka fliehen und im 250 Meilen entfernten Medina Zuflucht suchen. Doch selbst dort ließen ihn seine Gegner nicht in Ruhe. Sie stachelten die Stämme gegen ihn auf und führten einen Angriff nach dem anderen in seinem fernen Asyl gegen ihn durch, um den, was sie als Bedrohung ihres überkommenen Aberglaubens und ihrer ungerechtfertigten Vorherrschaft betrachteten, ein Ende zu setzen. In den daraus entstehenden Auseinandersetzungen errangen die Muslime aufgrund ihrer weit überlegenen Kampfmoral, die ihrem Glauben an eine gerechte Sache entsprang, einen überwältigenden Sieg über die gegen sie verbündeten Streitkräfte. Doch ganz im Gegensatz zu den üblichen Siegern in der Geschichte, die den ihnen Unterlegenen alle nur erdenklichen Strafen und Demütigungen auferlegten, erließ der Prophet, beseelt von höchster Ritterlichkeit, die der Islam einem überwältigten Feind gegenüber vorschreibt, nicht nur eine allgemeine Amnestie gegen seine blutdurstigsten Widersacher, sondern reichte ihnen sogar hilfreich die Hände zum Bündnis, wodurch die gesamte Bevölkerung zu einer festen Gemeinschaft zusammengeschmiedet wurde. Damit wurde eine neue Epoche ins Leben gerufen, in der die moralischen Werte und die soziale Gerechtigkeit vorherrschten.Vom Waisenknaben zum Staatsoberhaupt geworden, erlebte der Prophet Muhammad alle Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins. Doch was auch immer auf ihn zukam, er wußte sich im Lichte der göttlichen Rechtleitung zu behaupten und zeigte denen, die nach der Wahrheit suchen, im finsteren und harten Lebenskampf den Pfad der Wahrhaftigkeit, der Ehre und Menschenwürde, der sich allen Dingen des Alltagslebens einhalten läßt. Doch vor allem das Bewußtsein, daß er ein ergebener Diener Allahs war, was den Kern seiner Sendung ausmachte, schwand nie in ihm. Selbst als Beherrscher der ungeheuren Weiten Arabischen Arabischen Halbinsel führet er sein Leben als einfacher Mensch wie alle übrigen, der sich selbst nicht scheute seine eigenen Kleider zu waschen und auszubessern, seine Ziegen zu melken, seine Schuhe zuflicken und auch im Haushalt mit Hand anzulegen. Im Propheten Muhammad (sav) haben sich die Prophezeiungen von Moses und Jesus erfüllt, daß ein Prophet erscheinen werde, der eine neues Gesetz bringen und die Menschen zur allumfassenden Wahrheit geleiten wird.
" Einen Propheten wie mich wird dir Jahwe, dein Gott, aus der Mitte deiner Brüder entstehen lassen, auf ihn sollt ihr hören "
Deutoronomium, 18:15
" Noch vieles habe ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt noch nicht tragen. Wenn jener aber kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch zur vollen Wahrheit führen. Den er wird nicht von sich aus reden, sondern er wird, was er hört, und das Zukünftige wird er euch verkünden "
Johannesevangelium, 16:12-13

Prophet Mohammed (sas) ist in dem im Westen Arabiens gelegenen Mekka
(in der Region Al-Hijaz) auf die Welt gekommen. Zu seinem Geburtsdatum gibt es
unterschiedliche Angaben. Als allgemein anerkannter Zeitpunkt gilt das 'Jahr des
Elefanten', das sich auf jenes Jahr bezieht, als der abessinische Herrscher des Jemen, der
christliche Vizekönig Abraha, einen Feldzug mit Kriegselefanten unternahm, um die Kaaba in Mekka zu zerstören. Dieses Ereignis wird allgemein auf etwa
571 datiert.
Prophet Mohammeds Familie gehörte der Sippe der Haschimiden, einem verarmten, allerdings
hoch geachteten Zweig des in Mekka herrschenden Volkes Koraisch an, welche den Großteil
der Bevölkerung stellten. Zwar gehörten die Haschimiden nicht zu den einflußreichsten
Sippen, sie genossen jedoch eine gewisse religiöse Sonderstellung, die auf ihr Erbrecht,
das bestimmte, an die Kaaba gebundene Ämter betraf, zurückzuführen war. Prophet
Mohammeds Vater Abdallah, ein Kaufmann, starb bereits vor der Geburt seines Sohnes. Auf
Veranlassung seines Großvaters wurde er nach Sitte der Mekkaner von einer Amme, einer
Angehörigen der Bakr, berberischer Hirtennomaden, aufgezogen. Zusammen mit seinem
Milchbruder soll Er im Taif-Gebirge als Kind Vieh gehütet haben (wie auch Jesus). Erst
als seine verwitwete Mutter die Kosten für die Ammenschaft nicht mehr zu tragen
vermochte, wurde Prophet Mohammed zu ihr zurückgebracht. Als Er sechs Jahre alt war,
verstarb auch sie. Für zwei Jahre lebt Er nun, bis zu dessen Tod, beim Großvater. Mit
acht Jahren wird Er dann in die Familie seines Onkels aufgenommen, die Freundschaft zu
seinem Cousin Ali, der ihn zeitlebens begleitete, begann hier.
Prophet Mohammed erlernte das Handwerk eines Karawanenführers.
Die Überlieferungen zu Prophet Mohammeds Leben berichten von übernatürlichen Zeichen
und Wundern in Verbindung mit seiner Zeugung und Geburt. Der Name Mohammed sei ihm
aufgrund eines Traumes seines Großvaters verliehen worden. Weitere Namen, die er geführt
haben soll, waren Abul-Kasim, Ahmad und Mustafa. Während seines Aufenthalts in Syrien
wurde Prophet Mohammed von jüdischen und christlichen Heiligen und Gelehrten als der
Prophet erkannt, den ihre eigenen Schriften bereits angekündigt hatten.
Im Alter von 25 Jahren trat Er in die Dienste der reichen, etwa 15 Jahre älteren
Kaufmannswitwe Chadidscha (um 555 bis 620), die er schließlich heiratete und die Ihm zwei
oder drei früh verstorbene Söhne und vier Töchter, u.a. Fatima, gebar.
Bei einer Seiner Andachten bekam Prophet Mohammed in seinem 40.Lebensjahr eine visionäre
Offenbarungserlebnis, nachdem Er sich in eine Höhle am Berg Hira bei Mekka zurückgezogen
hatte. Hier erschien Ihm der Engel Gabriel.
Daraufhin rezitierte er jene Worte, die heute am Beginn der Sure 96 Al-Alaq des Korans
stehen:
"Lies im Namen deines Herrn, Der alles erschuf,
Erschuf den Menschen aus einem Klumpen Blut.
Lies !, denn dein Herr ist der Allgütige,
Der (den Menschen) lehrte durch die Feder,
den Menschen lehrte, was er nicht wußte."
Als man Prophet Mohammeds Offenbarungen nach seinem Tod im Koran zusammenfaßte, wurden
sie zu Kapiteln (Suren) des Korans. Während die frühen Offenbarungen kurz
und von einer ausdrucksstarken poetisch gefärbten Sprache geprägt sind und Warnungen vor
strengen Strafen für Verfehlungen enthalten, falls die Menschen nicht zu einer Besserung
bereit wären, wurden sie im Laufe der Zeit, immer komplexer, und lieferten Lösungen für
praktische Probleme.
Zwei Erzählungen, die nach der Aufnahme von Prophet Mohammeds prophetischen Visionen
entstanden, werden als typische Beispiele dafür angesehen. In der einen erscheinen zwei
Engel dem schlafenden Mohammed, öffnen seine Brust und befreien ihn von Sünde und
Unglauben. Die zweite Geschichte berichtet, daß Prophet Mohammed von seiner Schlafstätte
in Mekka durch die Himmel vor den Thron Gottes gebracht wurde (Himmelfahrt). Diese als
Nachtreise (Isra) berühmt gewordene Erzählung lieferte den Stoff für zahlreiche
Allegorien des mystischen Islam (Sufismus).

In Mekka war die Opposition gegen Prophet Mohammed und seine Anhänger so stark, daß
viele von ihnen in das christliche Abessinien (Äthiopien) jenseits des Roten Meeres
flüchteten und Prophet Mohammed selbst nach einem erfolglosen Versuch, die Unterstützung
der benachbarten Gebirgsstadt Taif zu erringen, gezwungen war, sich 622 mit einigen seiner
Anhänger in die 300 Kilometer nördlich gelegene Siedlung von Yathrib zurückzuziehen.
Dieses Ereignis, das als Hidjra bekannt ist, bezeichnet den Wendepunkt in Prophet
Mohammeds Prophetentum. In dem Ort Yathrib (später Medina) erfolgte die Gründung der
ersten muslimischen Gemeinschaft (Umma), die später als Hidjra-Ära den Beginn der
islamischen Zeitrechnung markierte.
Einigen Überlieferungen zufolge wurde Prophet Mohammed von den Bewohnern Medinas
eingeladen, um zwischen den verschiedenen Parteien der Stadt Frieden zu stiften.In den
Jahren nach der Hidjra nahm der muslimische Anteil der Gemeinschaft, der auch Heiden und
Juden angehörten, immer weiter zu. Dabei wird jedoch davon ausgegangen, daß ein großer
Teil der Konvertiten nicht aus Überzeugung zum Islam übertrat.
Diese werden in der Überlieferung häufig als 'Heuchler' (Munafiqun) dargestellt.
Prophet Mohammeds wachsender Ruhm führte dazu, daß immer häufiger Abkommen mit den
benachbarten Stämmen geschlossen wurden, die den Islam anerkannten. 628 kam es
schließlich zum Abkommen von Al-Hudaybiyya mit den Mekkanern, das zur Gleichstellung der
Gemeinschaft Prophet Mohammeds mit der Mekkas führte. Bis 630 gelang es Ihm dann, Mekka
praktisch widerstandslos einzunehmen, wodurch die Kaaba, die sich bereits zum geistigen
Mittelpunkt des Islam entwickelt hatte, den Muslimen zugänglich wurde. Er erklärt Mekka
zur heiligen Stadt.
Nach der kampflosen Eroberung Mekkas wurde Prophet Mohammed zum Führer fast der gesamten
Arabischen Halbinsel, und die muslimischen Missionare drangen bis in den Süden Syriens
vor. 632 unternahm Prophet Mohammed seine letzte Pilgerfahrt von Medina nach Mekka
(Hadsch) und starb kurz nach seiner Rückkehr nach Medina. Er wurde in seinem Wohnhaus in
Medina bestattet, und um seine Ruhestätte wurde die zweitwichtigste Moschee des Islam
errichtet.
Moderne Standpunkte
Sein Auftreten als Prophet und seine Erfolge haben Ergebnisse der
historischen Forschung in Einklang gebracht, indem relevante wirtschaftliche, politische,
soziale und psychologische Faktoren erkannt wurden.
Auch ohne Moslem zu sein, muß man die große geschichtliche Leistung und Bedeutung Prophet Mohammeds anerkennen. Ihm ist es gelungen, die damals zerstrittenen Völker Arabiens religiös und politisch in der "umma" (=Gemeinde) zu vereinen. Die Einheit von politischer und religiöser Führerschaft und die Einheit von Religion und Politik überhaupt, wie sie von Prophet Mohammed verkündet und praktiziert wurde, ist bis heute ein Wesensmerkmal des Islam geblieben.
Kennen Sie diesen Menschen? Abschiedsprädigt Der Prophet bei DATA-TÜRK
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